Ein Projekt ist ein konkreter, zeitlich begrenzter Lern- und Arbeitsprozess, den eine Gruppe aushandelt, plant und umsetzt.
Projekte im Kindergartenjahr können sein:
- Vorschule im Kindergarten
- Schulprojekte
- Mathematisches und naturwissenschaftliches Begreifen
- Erste Hilfe für Kinder
- Experimentieren mit Kindern
- Englisch für Kinder
- Computerprojekt
- Sprachprojekt Hören - Lauschen - Lernen
- Lesegeheimnisse phonologische und semantische Grundlagenförderung
- Faustlos (Gewaltprävention mit gezielter Empathieförderung)
- Musik und Kreativität
- Waldprojekt
- Berufe
- Kinder dieser Erde
- Komm mit ins Zahlenland
- Die kleine Lok (Tigerkids - gesunde Ernährung)
- Die fünf Säulen von Kneipp
- Die vier Jahreszeiten mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt
- Literacy - Restaurantprojekt
- Weltraum und Planetarium
und vieles, vieles mehr - lassen Sie sich überraschen !
Beispiele:
Wasser-Projekt
- Die Kinder erhalten den Auftrag genau zu beobachten und Sachverhalte zu erklären. Die Sonne erwärmt mit ihren Sonnenstrahlen die Erde, und alles was darauf lebt.
- Beobachtung: Sonnenstrahlen erspüren, Schatten ist kühler - Sonne warm
- Sonne erwärmt Wasser in Pfützen, Wasseroberflächen in Seen, Teichen, Flüssen und Meeren. Dabei verdunstet Wasser zu Wasserdampf.
- Beobachtung: Kinder stellen ein Schälchen mit Wasser an die Sonne - das Wasser verschwindet, also verdunstet. Der gleiche Vorgang kann auch mit siedendem Wasser beobachtet werden - Wasserdampf
- Die Luft hoch am Himmer ist kühler als auf der Erde
- Beobachtung: Bilder von Bergen - die Kinder sehen, wie auf den Gipfeln Schnee liegt und im Tal alles grünt und blüht.
- Der Wasserdampf gelangt in kühlere Luft, dort kühlt er ab und wird zu Wassertropfen
- Beobachtung: Erzieherin stellt einen Topf mit kochendem Wasser an eine Fensterscheibe, das Fenster beschlägt.
- Die Wolke besteht aus vielen Wassertropfen, die, wenn sie groß und schwer geworden sind als Regen auf die Erde fallen
- Beobachtung: Wir machen Regen, in dem wir eine Schöpfkelle in den Kühlschrank legen. Wasser wird zum Kochen gebracht, sodass der Dampf sichtbar wird. Der Regenmacher hält jetzt die kühle Schöpfkelle über den Wasserdampf - er tropft als dicke Regentropfen von der Kelle herunter.
Wetter-Projekt
- Die Kinder erhalten den Auftrag, sich Schneeflocken genau anzusehen und sie dann zu zeichnen. Beim Vergleich ihrer Zeichnungen finden sie heraus, dass alle Schneeflocken sechseckig und ansonsten ebenso verschieden sind wie die Menschen.
- Die Erzieherin fragt weiter: Wenn ihr daran denkt, wie wir im Herbst den Regen bekommen haben, was denkt ihr dann, wie bekommen wir im Winter den Schnee Ein Kind antwortet: Die Wassertropfen gehen zusammen und werden zu Eiskristallen, ein anderes Kind sagt: Das ist genauso wie beim Regen. Die Erzieherin kann an dieser Aussage an knüpfen und hinzufügen, dass es im Winter nur kälter ist und der Regen als Schnee fällt.
- Die Kinder betrachten sodann ein Wandbild über den Regenzyklus, das sie erstellt haben. Nun wird ihnen die Struktur des Themas deutlich: Der Regenzyklus repräsentiert ein Ganzes, aus dem die Kinder nun die Einzelphönomene sinnvoll ableiten können. Die Erzieherin stellt an die Kinder erneut die Frage, wie Schnee und Regen zustande kommen. Sie sollen die Aufgabe in Kleingruppen lösen. Beim Vergleich der erzielten Lösungen hebt die Erzieherin die Diskussion wiederum auf ein Niveau, auf dem die Kinder über die verschiedenen Strukturen, die sie aufgezeichnet haben, nachdenken
Projekte über Berufe
- In diesen Projekten besuchen die Kinder mit der Erzieherin Mütter und Väter an deren Arbeitsplatz. Dies kann eine Perspektive auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Berufen aufzeigen. Eine weitere Perspektive könnte sein, die Bedeutung und Funktion verschiedener Berufe für die Gesellschaft zu verstehen und sie in die Gesellschaft als Ganzes, so wie die Kinder sie verstehen können, einzuordnen. Auch können einzelne Berufe unter bestimmten Aspekten behandelt werden.
- Welcher Aspekt herausgegriffen wird, entscheidet die Erzieherin mit den Kindern gemeinsam. Wichtig ist stets, die einzelnen Aspekte in ein Ganzes einzuordnen, so dass sich ihre Bedeutung aus dem Ganzen ableiten lässt und sie nicht isoliert nebeneinander stehen bleiben.


