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Pontifikalamt mit Kardinal Friedrich Wetter am 24. September 2010 im Augsburger Mariendom

400 Jahre Congregatio Jesu

22.09.2010

Augsburg (pba). Anlässlich des 400. Jubiläums der Congregatio Jesu zelebriert Kardinal Friedrich Wetter gemeinsam mit dem Diözesanadministrator im Bistum Augsburg, Weihbischof Josef Grünwald, am Freitag, 24. September 2010, ein Pontifikalamt im Augsburger Mariendom. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr. Im Anschluss daran beginnt der Festakt zur Eröffnung der Ausstellung „Eine Frau im Kreuzfeuer – 400 Jahre Mary Ward und ihr Werk“ im Maria-Ward-Saal des Gymnasiums in der Frauentorstraße in Augsburg. Die Ausstellung ist ab dem kommenden Freitag im Diözesanmuseum St. Afra in der Kornhausgasse in Augsburg zu sehen.

Papst Benedikt XVI. hat Mary Ward, der Ordensgründerin der Congregatio Jesu, am 19. Dezember 2009 den heroischen Tugendgrad und damit den Titel „Venerabilis“- „Verehrungswürdige“ zuerkannt. Diese Form der Wertschätzung durch den Heiligen Vater ist ein weiterer Fortschritt im Rahmen des Seligsprechungsverfahrens für Mary Ward, die als Gründerin der „Congregatio Jesu“, ehemals „Englische Fräulein“ seit dem Jahr 2009 100 Jahre anerkannt ist. Der Seligsprechungsprozess wurde seit Oktober 1953 von der Schwester Kardinal Friedrich Wetters, Sr. Maria Immolata Wetter CJ, vorbereitet. Durch ihre gründliche Forschungsarbeit wurde sie zur führenden Expertin der Geschichte Maria Wards und ihres Instituts. Sr. M. Immolata Wetter war außerdem von 1976 bis 1984 Generaloberin der Maria-Ward-Schwestern.

 

 

Information zur Congregatio Jesu:

Zur Congregatio Jesu gehören heute weltweit rund 1900 Schwestern. Dazu kommen rund 1100Schwestern des angelsächsischen Ordenszweigs, dem Institute of the Blessed Virgin Mary. Die Mitteleuropäische Provinz mit den Niederlassungen in Deutschland, Österreich und Südtirol umfasst heute 540 Schwestern. Die Ordensfrauen, die sich früher vor allem in Schulen, Kindergärten und Internaten engagierten, sind heute im Bildungsbereich, in der Gemeinde- und Sonderseelsorge, in sozialen Projekten, in der Exerzitienarbeit, in der geistlichen Begleitung der Menschen und in ordensinternen Aufgaben tätig.

 

Information zur Spiritualität der Maria-Ward-Schwestern:

Um den "freien Zugang zu Gott" zu suchen und zu finden, binden sich Maria-Ward-Schwestern an Gott: Ihr Leben nach den drei evangelischen Räten in Armut, eheloser Keuschheit und Gehorsam soll sie sich öffnen lassen für ihre Mitmenschen und die Nöte der Zeit. Wie die Jesuitenpatres der „Societas Jesu“ (Gesellschaft Jesu) haben die Schwestern der Congregatio Jesu es sich zur Regel des Ignatius von Loyola gemacht, Gott zu suchen in allen Dingen. Bis heute machen sich die Maria-Ward-Schwestern wie ihre Ordensgründerin um spirituelle Angebote wie ignatianische Exerzitien und um die Mädchenpädagogik verdient.