Diözesanmuseum

Sonderausstellungen 2014

Vorschau

Weihnachten ist PRÄSENT

Sonderausstellung vom 19. November 2014 bis 08. Februar 2015

 

 

 

Rückblende 2014

 

In Augsburg erdacht, für Hildesheim gemacht

Sonderausstellung verlängert bis 22. Juni 2014!

 

In Hildesheim werden Dom und Museum grundlegend saniert. Um den Anblick der wertvollen Exponate dem Publikum dennoch zu ermöglichen, wurden sie auf die Reise geschickt. Eine erlesene Auswahl ist derzeit im Museum zu besichtigen.

 

 

 

 

Andachtsbildchen – Kleine Bilder in großer Vielfalt 

18. Januar bis 9. März 2014

 

Anlässlich einer großzügigen Schenkung von 400 Andachtsbildchen aus der Zeit von etwa 1875 bis 1925 zeigt das Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg vom 18. Januar bis 09. März 2014 in einer kleinen Sonderschau die schönsten Exemplare dieser privaten Sammlung. Ihnen werden einige ältere Beispiele des 18. Jahrhunderts aus Museumsbesitz gegenübergestellt.

Im 14. Jahrhundert zunächst als Einlegeblatt für Gebetsbücher und als Anregung zur Andacht in Klöstern noch von Hand gemalt oder gezeichnet, entwickelten sich die Bildchen mit religiösen Motiven bald zu einer erträglichen Einnahmequelle. Ihre Herstellung in großer Anzahl wurde durch die Perfektionierung von Holzschnitt, Kupferstich sowie die Entwicklung verschiedener Drucktechniken begünstigt. Entsprechend war in der Dürerzeit die Qualität dieser frommen Kleingrafiken meist recht hoch.

Auch die äußere Einrahmung und Gestaltung der Bildchen wurde immer aufwendiger, bis hin zur Entstehung der kunstvoll geschnittenen Spitzenbildchen im 17. Jahrhundert. Billigere Druck- und Stanztechniken machten die Devotionalien im 18. und 19. Jahrhundert schließlich zur Massenware, wobei trotz einer immer stärkeren Tendenz zum Kitsch nach wie vor originelle Bildschöpfungen und qualitätsvolle Ausführungen zu finden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschränkte man sich oft auf die fotografische Reproduktion berühmter Kunstwerke.

Man erhielt die etwa spielkartengroßen Bildchen als kleines Geschenk zu den Festen des Kirchenjahres oder als Andenken an Ereignisse wie Wallfahrten, Erstkommunion, Primiz und Profess, aber auch als Sterbebildchen oder Fleißbildchen in der Schule. Meist ergänzt noch ein Gebet oder ein erbaulicher Text die Darstellungen etwa der Passion Christi, der Gottesmutter, des Jesuskindes und der verschiedensten Heiligen.

Gerade wegen ihrer geringen Größe und der enormen Vielfalt waren sie ein stets beliebtes Sammelobjekt. Auch wenn sie heute an Bedeutung verloren haben, dürften die kleinen Bildchen besonders bei der älteren Generation nostalgische Gefühle hervorrufen.

Egal ob gemalt, gestochen, gedruckt, mit Spitzen- oder Prägerand, in Form eines Triptychons oder als einfaches Kärtchen – Andachtsbildchen aller Art erfreuten sich Jahrhunderte lang größter Beliebtheit und zeugen von einer blühenden Frömmigkeitskultur über die Epochen hinweg. 

 

 

Stille Kontemplation

Werke des Glaubens von Ludwig Gebhard

Ausstellung vom 14. März bis 4. Mai 2014

 

Die Ausstellung zeigt eine umfassende Auswahl von Werken mit christlichen Motiven aus dem Œuvre Ludwig Gebhards (1933–2007). Im Zentrum steht dabei das Kreuz, ein Motiv, mit dem sich der Künstler immer wieder beschäftigt hat. Bei den Werken handelt es sich vorwiegend um Linolschnitte. In dieser Technik erlangte Ludwig Gebhard eine große Könnerschaft. Seine Drucke zeugen von höchster Präzision: Dies belegen nicht zuletzt die stufenlosen Farbverläufe, die auf vielen Werken zu finden sind. Eine Vorstellung von der Komplexität des Druckprozesses gibt eine Mustermappe, anhand derer die 17 Bearbeitungs- und Druckvorgänge nachvollziehbar werden, die zur Fertigstellung der Grafik nötig waren. Bei jedem Schritt wird die Platte dabei weiter bearbeitet, bis am Ende schließlich kaum mehr etwas von ihr übrig ist.

Die Druckgrafik wird ergänzt um Zeichnungen, die zum Teil Entwürfe für Drucke waren. Anhand der Werkauswahl wird auch das stilistische Spektrum der Werke Gebhards deutlich, die in den Traditionen von Konstruktivismus, Surrealismus und Kubismus zu verorten sind. Zudem zeigt die Ausstellung delikate Klöppelarbeiten mit Kreuzmotiven, die nach dem Entwurf des Künstlers in seiner Heimatgemeinde Tiefenbach in der Oberpfalz realisiert wurden.

In einer filmischen Dokumentation können Ausstellungsbesucher dem Künstler gleichermaßen „über die Schulter schauen“ und auf diese Weise einen wirklich facettenreichen Überblick zu Œuvre und Werkprozess Ludwig Gebhards erhalten.

 

 Ludwig Gebhard

 

1933 geboren in Tiefenbach in der Oberpfalz

1959-1965 Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Künste in München: Meisterschüler von Prof. Ernst Geitlinger

1959-2007 Freischaffender Künstler in München: Malerei, Zeichnung, Druckgrafik (Linolschnitt, Lithographie, Radierung), Skulptur und Plastik (Marmor, Eisen, Bronze), Design (Gobelins, Wandteppiche, Keramik, Klöppelbriefe).

2007 gestorben in Landsberg am Lech

 

Werke in zahlreichen öffentlichen Sammlungen weltweit, unter anderem im Kupferstichkabinett in Berlin, in der Pinakothek der Moderne in München, im Museu de Arte Moderna in Rio de Janeiro, im The Tel Aviv Museum und in der Albertina in Wien.

 

 

Öffnungszeiten:  Dienstag-Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr

 

Eintrittspreise: Erwachsene 5,00 €; ermäßigt 4,00 €; Familienkarte 8,00 €

 

Führungen: Auf Anfrage