Diözesanmuseum

Sonderausstellungen 2012

 

Höre – Der Benediktsregel in Augsburg begegnen

vom 21. März bis 8. August 2012

 

Im Rahmen des 1000jährigen Jubiläums der Benediktiner in Augsburg verwandelt sich das Diözesanmuseum St. Afra vom 21. März bis zum 8. August 2012 in eine von zehn Stationen der Ausstellung „Höre – Der Benediktsregel in Augsburg begegnen“ zwischen St. Stephan und St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Dabei wird modernen Buchobjekten der Künstlerin Ruth Wild, die sich kalligraphisch mit dem mönchischen Regelwerk des heiligen Benedikt auseinandergesetzt hat, eine der ältesten Benediktshandschriften nördlich der Alpen aus dem 9. Jahrhundert gegenübergestellt. Die kostbare Handschrift stammt aus der Benediktinerabtei St. Mang in Füssen und wird heute im Bistumsarchiv Augsburg aufbewahrt.

 

In diesem Dialog zwischen neu und alt soll auf die nach wie vor gültige Botschaft der Benediktsregel aufmerksam gemacht werden. Die Regel begründete nicht nur ein bis heute bestehendes europäisches Netzwerk an Klöstern, sondern stellt darüber hinaus eine bewährte theologische und spirituelle Hilfe zur Lebens- und Glaubensgestaltung dar.

 

Mit ihrem aus der humanitas benedictina  inspirierten Welt-, Menschen- und Gottesbild gibt die Benediktsregel als spirituelles Dokument der noch ungeteilten Kirche wertvolle Anregungen zur Ökumene und nicht zuletzt Anstöße zu Frieden und Versöhnung in ihrer Ausrichtung auf ein Zusammenleben, das die Vielfalt der Menschen als Bereicherung achtet.

 

http://www.abtei-st-stephan.de/kloster/aktuelles/jubilaeumsjahr-2012/hoere-der-benediktsregel-in-augsburg-begegnen.html

 

 

 

 

 

vom 25. April bis 29. Juli 2012

Wettbewerb des Bistums Essen zur Einbandgestaltung eines Evangelistars

 

Das Diözesanmuseum St. Afra zeigt die Entwürfe der Gewinner und weitere Einbandgestaltungen des Wettbewerbs „Ars Liturgica“ mit der ausgeschriebenen Themenstellung „Einbandgestaltung eines Evangelistars“.

Die Entwürfe von Johannes Borst, Mechthild Bach, Hannah Feldmeier und anderen werden dabei den selten gezeigten Einbänden liturgischer Bücher vergangener Jahrhunderte aus den eigenen Beständen gegenüber gestellt.

Neben Materialien wie Leder und Holz kamen auch Acrylglas, Alabaster und Kautschuk zum Einsatz, als Bearbeitungstechniken finden sich Bemalung, Zeichnung, Vergoldung, Goldprägung und Stickerei. In der Ausstellung treten sie in einen spannenden Dialog mit den traditionell verwendeten Materialien und Gestaltungen, die in innovativer Weise aufgegriffen und weiterentwickelt wurden.

 

Vor dem Hintergrund der Trivialisierung und der Massenproduktion sakraler Geräte von minderer Qualität stellt sich der vom Bistum Essen seit 2010 veranstaltete Wettbewerb „Ars Liturgica“ mit einer ästhetischen und künstlerischen Aufwertung moderner Frömmigkeitskultur bewusst dieser Entwicklung entgegen und erinnert an die Verantwortung zur Weiterführung kirchlichen Mäzenatentums und zur Aufrechterhaltung der Qualität kirchlicher Kunst. So winkt den Gewinnern des vom Kunstverein des Bistums Essen und dem Deutschen Liturgischen Institut in Trier ausgelobten Wettbewerbs ein Ankauf durch eine der Pfarreien des Bistums Essen.

 

In Augsburg erdacht, für Hildesheim gemacht

Sonderausstellung vom 14. Januar 2011 bis 27. April 2014

In Hildesheim werden Dom und Museum grundlegend saniert. Um den Anblick der wertvollen Exponate dem Publikum dennoch zu ermöglichen, wurden sie auf die Reise geschickt. Eine erlesene Auswahl ist derzeit im Museum zu besichtigen.