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Suche

 

Der diesjährigen Ulrichswoche ist das Wort des Propheten Hosea vorangestellt: „Nehmt Neuland unter den Pflug, (denn) es ist Zeit den Herrn zu suchen.“ (Hos 10,12)

Wie im vergangenen Jahr ist auch heuer der Aspekt der Erneuerung angesprochen – Sinn und Inhalt der Erneuerung ist die Suche nach Gott, dem Herrn! Dabei setzt die Suche nach Gott voraus, dass der Suchende in seinem Sehnen immer schon angetrieben ist von einem inneren Wissen um Gott, der uns als sein Ebenbild ja auf sich hingeschaffen hat und der das Ziel unseres Sehnens ist.

Die rechte Suche nach Gott – die Orientierung auf ihn hin – setzt nicht unser „Machen“ und „Gestalten“ voraus, sondern eine Haltung des Vertrauens und Empfangens. Diese Haltung steht fest in einer begründeten Hoffnung auf Erlösung, die wir uns nicht selbst geben können. Es ist, wie unser Papst Benedikt hervorhebt, eine verlässliche Hoffnung, „von der her wir unsere Gegenwart bewältigen können: Gegenwart, auch mühsame Gegenwart, kann gelebt und angenommen werden, wenn sie auf ein Ziel zuführt und wenn wir dieses Ziels gewiss sein können“ (Spe salvi 1).

Die großen Gottsucher, die Heiligen – wie auch unser Bistumspatron, der heilige Ulrich – sind uns in dieser Haltung des Vertrauens und der Hoffnung leuchtendes und ermutigendes Vorbild.

Mit großer Freude und Dankbarkeit wollen wir uns also in dieser Woche in besonderer Weise der Fürsprache des heiligen Ulrich anvertrauen!