Raum 4 (Alter Kapitelsaal)
Im alten romanischen Kapitelsaal sind Reliquien und
Reliquiengefäße ausgestellt. Sie gehören zum wichtigsten Bestand eines jeden Kirchenschatzes.
In Augsburg haben sich drei Textilien aus dem 9. Jh. erhalten, die
jahrhundertelang als Gürtel Mariens verehrt wurden. Bei allen drei Stücken
handelt es sich um in Süddeutschland hergestellte Seidenbänder. Der
Witgariusgürtel ist eine Schenkung der Königin Hemma, Gattin von Ludwig
dem Deutschen, an den Augsburger Bischof Witgar.
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Erhalten hat sich ferner der Reliquienschatz des
Westchoraltares, der einst Hauptaltar des Augsburger Domes war und
1065 geweiht wurde.
Wie in jedem Altar waren dort die Gebeine von Heiligen
beigesetzt.
Im Altargrab, dem sogenannten Sepulcrum, fanden sich in Augsburg
nicht nur die in Stoff-Fragmente eingewickelten und in Bleikassetten
verschlossenen Reliquien, sondern auch ein romanisches
Bronzekruzifix |
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und Statuetten ebenfalls aus dem 12.
Jahrhundert |
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sowie drei Beschlagplatten eines
Reliquienkästchens |
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und Reliquienbeutel. |
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Für einen Beinknochen des hl. Ulrich wurde 1764 vom Goldschmied
Josef Tobias Herzebik eine großartige Monstranz
geschaffen, die im Museum erstmals ständig präsentiert wird.
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Eines der Hauptwerke der Augsburger Kunst- und
Frömmigkeitsgeschichte ist jedoch zweifelsohne das Ostensorium für
das "Wunderbarliche Gut von Hl. Kreuz." Von 1205
bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Ostensorium hergestellt und
immer wieder erweitert, verändert und ergänzt.
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