„Judith mit dem Haupt des Holofernes" Augsburg, 4.5.2005 (IBA). „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Dauerleihgabe", freut sich Melanie Thierbach M.A., Leiterin des Diözesanmuseums St. Afra. Ein Augsburger Ehepaar kaufte das im Jahr 2004 entstandene Gemälde „Judith mit dem Haupt des Holofernes" und stellt dieses nun dem Diözesanmuseum St. Afra zur Verfügung. Der Schöpfer des Kunstwerkes ist Max Kaminski, der seit 2003 in Augsburg lebt. Das auf Leinwand gemalte Ölgemälde zeigt im Vordergrund die „Ermordung des Holofernes durch Judith" (nach dem biblischen Buch Judith), im Hintergrund das brennende Augsburger Rathaus, womit eine Anspielung auf die Zerstörung Augsburgs im Zweiten Weltkrieg gegeben ist. Nach dem Buch Judith tötete die Witwe Judith den assyrischen Feldherrn Holofernes, um dadurch Israel vor der Zerstörung zu bewahren. Kaminski übernahm diese sich im Westchorgestühl des Augsburger Domes befindende Szene; das Chorgestühl wurde 1483 von Fürstbischof Johann von Werdenberg bei Ulrich Glurer in Auftrag gegeben. Max Kaminski wurde am 9. Mai 1938 in Königsberg geboren. Seit 1967 stellte er in vielen Ländern der Welt aus, gewann zahlreiche Kunstpreise (1967: Kunstpreis der Jugend in Wolfsburg; 1971: Kunstpreis der Villa Romana in Florenz; 1974: Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen; 1977: Kunstpreis der Stadt Darmstadt). Kaminski war Meisterschüler bei Hann Trier und war einer der Mitinitiatoren der Ersten Biennale in Berlin. Er hatte mehrere Gastprofessuren inne, bis er 1980 zum Professor an der Kunstakademie in Karlsruhe ernannt wurde.
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