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Franz Xaver Seelos
1819 - 1867

Franz Xaver Seelos
1819-1867

Pater Franz Xaver Seelos wurde am 9. April 2000 in Rom durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Eine eigens eingerichtete Gebetsstätte in der Pfarrkirche St. Mang Füssen wurde am 13. Mai desselben Jahres von Hwst. H. Bischof  Viktor Josef Dammertz gesegnet. Hier sollen die Gläubigen ihre Anliegen an Pater Seelos vorbringen können.

Franz Xaver Seelos wurde am 11. Januar 1819 in Füssen geboren. Sein Vater war Mang Seelos, Mesner von St. Mang. Schon früh verspürte Franz Xaver den Wunsch, Priester zu werden. Nach dem Besuch der Grundschule in Füssen war er sieben Jahre in St. Stephan in Augsburg bei den Benediktinern.

Nach dem Abitur immatrikulierte er 1839 an der Universität in München und studierte Philosophie. Bei seinen Freunden war er als ein herzlicher und lustiger Student beliebt. 1842 nahm Seelos Kontakt zu den Redemptoristen auf und interessierte sich für die Missionsarbeit in den USA. Nach einer kurzen Zeit im Priesterseminat der Diözese Augsburg in Dillingen schloß er sich den Redemptoristen an und orientierte sich über diese Gemeinschaft. 1843 ging Seelos in die USA.

Im April 1843 Ankunft in New York. Erste Station war Saint James in Baltimore, Maryland. Hier wurde er am 16. Mai 1843 eingekleidet und begann das Noviziat bei den Redemptoristen. Am 16. Mai 1844 wurde er mit den ewigen Gelübden ganz die die Gemeinschaft der Redemptoristen aufgenommen. Nach den Studien Priesterweihe am 22.12.1844 durch den Erzbischof von Baltimore. 1845 ging er in die Pfarrei St. Philomena in Pittsburgh. Hier trag er Pater Johannes Neumann, den späteren Bischof und Heiligen. Seelos blieb 9 Jahre in Pittsburgh. Er war als Pfarrer seiner Gemeinde beliebt und arbeitete rastlos. Die Gläubigen verehrten ihn wie einen Heiligen und suchten ihn als geistlichen Begleiter. Viele wollten ihn 1860 als Bischof der Diözese Pittsburgh sehen. Im März wechselte Seelos von Pittsburgh nach St. Alphons in Baltimore.

Gebetsstätte in St. Mang Füssen

Er verbrachte unzählige Stunden im Beichtstuhl, betreute verschiedene geistliche Gemeinschaften und engagierte sich bei Volksmissionen. Seine Gesundheit wurde in dieser Zeit stark angeschlagen. 1857 war er mehrere Tage dem Tode nahe. Im gleichen Jahr wurde er der Pfarrei St. Peter und Paul in Cumberland zugewiesen. Hier wurde er Direktor des Priesterseminars der Redemptoristen. Seelos war verantwortlich für die geistliche Ausbildung und Prägung für mehr als 70 Seminaristen. Im August 1863 arbeitete Seelos in der Volksmission mit.

In den nächsten drei Jahren wirkte er in mehr als 12 Staaten als Volksmissionar mit großer Ausstrahlung. 1865 wurde er in die Pfarrei zu Heiligen Erlöser in Detroit, Michigan, versetzt. Seine Fürsorge galt besonders den Armen und Kranken.

Nach kurzer Zeit rief ihn der Orden nach New Orleans, Louisiana. Seine Seelsorge galt den deutschen und anderen europäischen Auswanderen in New Orleans: "Ich höre Beichte auf deutsch, englisch, französich, in gleicher Weise Weiße und Neger."  Im September 1867 brach in New Orleans das Gelbfieber aus. Seelos war immer unter den Kranken und Sterbenden. Am 17. September infizierte er sich mit dem Gelbfieber und erkrankte schwer. Am 4. Oktober 1867 holte ihn der Herr im Alter von 48 Jahren zu sich.

Sein Leben erlosch, aber es war nicht das Ende seines Wirkens.
In Wirklichkeit scheint es jetzt erst zu beginnen.

 

Siehe auch unter www.seelos.org, "The Father Seelos Center", New Orleans, USA.