Vorwort zum GottesdienstanzeigerAugust 2010„Endlich Urlaub!“ So sagen nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern alle, die nach einer langen, anfordernden Arbeitsphase Zeit für Erholung und Muße suchen. Oft laufen wir aber Gefahr, gleich wieder in einen Freizeitstress zu kommen, da man die freie Zeit nutzen will, Unerledigtes anzugehen oder die einem zur Verfügung stehende Zeit entsprechend auszukosten, da die Zeit zu einem sehr knappen Gut geworden ist. So sehr das auch seine Berechtigung haben darf, benötigen wir Menschen mehr denn je „freie Zeiten“ – Zeiten, die nicht mit Programm und Aktivität gefüllt, sondern dem Nichtstun, Sinnieren, Schlafen und Schweigen gewidmet werden – um so den Abstand und die Erholung zu finden, die wir alle benötigen. So bieten die freien Tage eine Zäsur vom Alltag, was der ganzen Familie wohl tut und wieder stärker zusammenwachsen lässt. Mit dem gewonnen Abstand kommt man automatisch in die Reflexion des Gewesenen um vielleicht auch neue Wege zu beschreiten oder gar Veränderungen im anstehenden Jahr anzustreben. Dies gelingt aber nur, wenn man erholt und mit Zuversicht, die uns im Glauben geschenkt wird, das neue Arbeitsjahr beginnt. Ich wünsche Ihnen erholsame Tage, die Ihnen Freude und Kraft bringen. In denen Sie spüren dürfen, von Gott getragen zu sein. Ihr Pfarrer Frank Deuring Juli 2010Liebe Leserin, lieber Leser, einige Fußballfans machten sich sogar bis nach Afrika auf den Weg, um die Weltmeisterschaft in vollen Zügen zu erleben und den großen Fußballstars beizustehen – vielleicht auch so manchen Sieg mit ihnen zu feiern oder sich gegenseitig bei Niederlagen zu trösten. In wenigen Tagen machen sie sich auf die Heimreise und der Alltag tritt wieder ein. Für sie heißt es Abschied zu nehmen von einem Land, das ihnen für ein paar Wochen seine fremde Kultur näher brachte, wo neue Bekanntschaften geschlossen wurden und wo sie eine große Verbundenheit unter den Fans spüren durften. Unser ganzes Leben ist immer wieder von kleinen und großen Abschieden geprägt. Zum Ende dieses Schuljahres nimmt die Pfarreiengemeinschaft Abschied von drei Mitarbeitern, die zum Teil über Einjahrzehnt den Weg des Glaubens mit den Gemeinden gegangen sind sowie durch ihren Einsatz wichtige Wegbegleiter waren, durch die ich als Pfarrer eine große Unterstützung erfahren durfte. Christian Schulte und Georg Rehm werden aus eigenem Wunsch aus der Gemeindearbeit aussteigen und sich verstärkt im Bereich des Dekanates einsetzen. Nähre Informationen hierzu erhalten Sie in dieser Ausgabe Katholisch in Füssen. Kaplan Kreuzer wird regulär nach zwei Jahren versetzt, um noch eine andere Pfarreiengemeinschaft als Kaplan kennen zu lernen und weitere Erfahrungen zu sammeln, die ihm die künftige Leitung einer Pfarreiengemeinschaft erleichtern sollen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für das gute Miteinander und den vielseitigen Einsatz bedanken. Für die Gemeinden und für mich war es eine Zeit, die von gegenseitigen Austausch, Offenheit und Teamgeist geprägt und für alle eine Bereicherung war. Für die künftige Zeit mit den verbundenen Aufgaben und Neuanfang wünsche ich im Namen der Pfarrgemeinden viel Freude, Kraft und Gottes Segen. Alle Gemeinden sind zu den Verabschiedungsgottesdiensten eingeladen. Dabei hat jede/-r die Möglichkeit, sich persönlich zu verabschieden. (siehe Gottesdienstordnung). Frank Deuring Pfarrer
Juni 2010Liebe Leserin, lieber Leser, wer ein Haus oder eine Wohnung hat, der weiß, dass von Zeit zu Zeit immer wieder etwas gerichtet und renoviert werden muss. Die Hauptorgel der Pfarrkirche St. Mang hat über fünfzig Jahre keine größeren Reparaturen erfahren, was zu großen Schäden und Mängeln geführt hat, die eine grundlegende Renovierung notwendig machen. Die überalterte Elektronik muss überholt, alle Orgelpfeifen gereinigt und zum Teil ausgewechselt und die Register neu intoniert werden. Unsere Kirchenorgel hat durch ihren Prospekt (Ansicht) und die Tatsache, dass renommierte Orgelbauer an ihr gearbeitet haben, eine große historische Bedeutung, die Seinesgleichen sucht. 280.000 € sind für die Renovierung dieses hochwertigen Instrumentes veranschlagt, die nur durch Spenden finanziert werden kann. Neben den Einzelspenden hoffen wir auch auf großzügige Unterstützung der Öffentlichen Hand sowie verschiedener Stiftungen. Außerdem bieten wir eine Vielfalt von Spendenmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Patenschaft einer Orgelpfeife, an. Damit Sie sich ein Bild über die Schäden machen können laden wir von Juni bis Oktober nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr zu einem kleinen Orgelkonzert mit anschließender Orgelführung ein. Helfen sie mit Ihrer großzügigen Spende, damit die Königin der Instrumente auch weiterhin den Gemeindegesang unterstützen und zum Lobe Gottes erklingen kann. Doch damit nicht genug! In Weißensee warten wir auf den Start zur Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Walburga. Auch hierfür brauchen wir Spendengelder, damit die Kirche in neuem Glanz erscheinen kann. Sobald wir von der Diözese die Erlaubnis zur Renovierung erhalten, werden wir nähere Informationen darüber geben. Auch in Hopfen müssen statische Überprüfungen im Chorraum vorgenommen werden, die die Offenlegung eines Teils des Dachstuhles notwendig machen. Wie Sie sehen: Der Zahn der Zeit nagt an unseren Kirchengebäuden. Das ist auch ein Bild unserer gegenwärtigen kirchlichen Situation: Die vielen Negativschlagzeilen und der Rücktritt unsers Bischofs zeigen, dass unsere Kirche eine Veränderung braucht. Ein Anstrich allein wird nicht ausreichen. Die Veränderung muss von innen kommen. Auch das ist für unsere Pfarrgemeinden eine Herausforderung, der wir uns mit der Führung des Heiligen Geistes und dem Vertrauen auf Gott stellen müssen. Das geht nur, wenn wir gemeinsam anpacken und unserer Kirche mit unserem Engagement und Zeugnis Hände und Füße geben. Ihr Pfarrer Frank Deuring Mai 2010Liebe Leserin, lieber Leser, viele Gläubige unserer Pfarreiengemeinschaft haben wahrgenommen, dass anlässlich des Ökumenischen Kirchentages die Ökumene auch in Füssen einen Schwerpunkt erfährt. Ein besonderes Zeichen hierfür war der gemeinsame Beginn des Palmsonntags, wo wir uns unserer Wurzeln erinnern durften und gemeinsam unseren Glauben feierten. Der mit Ostereiern und Ostergrüßen versehene Magnusbrunnen in der Innenstadt weist dabei auf die Freude hin, die uns im Glauben geschenkt ist. Unter dem Leitwort „Damit ihr Hoffnung habt“ werden weit über 100.000 Dauerteilnehmer zum Kirchentag in München erwartet. Christsein heute, das bedeutet Verantwortung zu übernehmen in unserer Welt, Zusammenleben fördern, Heimat finden in den vielen Orientierungen der Gegenwart und dem Glauben in der Vielfalt der Kirchen Ausdruck verleihen. Der 2. Ökumenische Kirchentag wird ein Ort sein, um sich gemeinsam zum christlichen Glauben zu bekennen und Zeugnis zu geben von der Hoffnung, die uns geschenkt ist. Das möchte der Kirchentag, der vom 12. – 16. Mail in unserer Landeshauptstadt stattfindet, vermitteln. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie unter www.oekt.de Wenn Sie sich nicht die ganze Zeit freihalten können, laden wir Sie am Samstag, dem 16. Mai zu einer Tagesfahrt mit dem Zug ein (Informationen erhalten Sie im Pfarrbüro). Wir werden zwei bis drei Angebote zusammenstellen und gemeinsam erleben, was es heißt, miteinander im Glauben unterwegs zu sein. Ihr Pfarrer Frank Deuring April 2010
Liebe Leserin, lieber Leser, vor ungefähr einem Jahr habe ich den Text einer 17 jährigen Schülerin in die Hand bekommen, der mich sehr nachdenklich stimmte und gut zu Ostern passt. Der Text heißt: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch der Mutter. „Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“, fragt der Zwilling. „Ja, auf jeden Fall“, antwortet der andere. „Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.“ „Ich glaube, das ist Blödsinn“, sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben, wie bitte schön, sollte das denn aussehen?“ „So genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir rumlaufen und mit dem Mund essen.“ „So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Da gibt es doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du rumlaufen? Dafür ist doch die Nabelschnur viel zu kurz.“ „Doch, es geht bestimmt. Es ist nur alles ein bisschen anders.“ „Du spinnst. Es ist noch niemand zurückgekommen von ‚nach der Geburt’. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum!“ „Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“ „Mutter! Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter! Wo ist die denn bitte?“ Na, hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie.“ Quatsch. Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“ „Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“ Dieser Text zeigt auf, dass es im Leben immer MEHR gibt, als was wir spüren und wahrnehmen. Darauf macht uns auch das Osterfest aufmerksam: Christus besiegt durch die Auferstehung Leid und Tod. Gott beruft uns ,ot der Taufe zu neuem Leben – an die wir uns insbesondere in der Osternacht erinnern dürfen. Aus der Dunkelheit werden wir mit dem Auferstandenen zum Licht geführt. Der Glaube hält viele Überraschungen für uns bereit, viel mehr, als wir ahnen! Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein frohes Osterfest Frank Deuring Pfarrer März 2010
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Liebe Leserin, lieber Leser,
in den letzten Monaten ist festzustellen, dass die Medien bei Vorhersagen oder Berichten oft übertreiben und den Menschen Glauben schenken wollen, dass ALLES etwas Besonderes ist. Fast jedes Lüftchen oder Schneeflöckchen führt zum Wetterchaos und erfordert besondere Wachsamkeit und Prophylaxe. Auch auf anderen Feldern herrscht Übertreibung, die zu einer übertriebenen Aufmerksamkeit führen will. Fast jede neue medizinische Erkenntnis wird zur Sensation hochstilisiert, die die Heilung aller möglichen Krankheiten verheißt. Wenn ein Sportler, wie z.B. beim Skiflug, Tabellenelfter ist, wird er zum Überflieger und der Dritte eines Fußballturniers zum Weltmeister der Herzen. Es macht den Anschein, dass es nur noch Highlights und Sensationen gibt, die das normale und alltägliche Leben in den Schatten stellen. Der Aufmerksame erkennt schnell, dass der Mensch für das Sensationelle eigentlich nicht geschaffen ist. Das Besondere ist und bleibt das Gewöhnliche – um dies zu erkennen, müssen wir uns manches Mal in eine „Wüste“ zurückziehen, wie es Jesus vor seinem Auftreten und Wirken getan hat. Er erkennt klar, welche bedrohlichen Mächte und Kräfte ihn von seinem Weg abbringen können. Die vielen Übertreibungen, die ihm der „Teufel“ schmackhaft machen will (Macht, Ansehen, Sensationslust) – erkennt Jesus als Trugbilder. Er will sich anders orientieren. Fastenzeit ist eine „Wüsten-Zeit“. Viele Menschen erfahren durch Krankheit, Enttäuschungen oder Einsamkeit oft unfreiwillig ihre „Wüsten-Zeit“. Solche Durststrecken können helfen über das Leben mehr Klarheit zu bekommen oder zu spüren, was einem letztlich Halt und Kraft gibt, was wirklich zählt. Die Fastenzeit hilft uns als „Wüsten-Zeit“ auf das Wesentliche unseres Lebens zu stoßen und das Gewöhnliche zum Besonderen werden zu lassen. Diese Erkenntnis führt uns zur Auferstehung, zum Leben, das uns von Gott geschenkt ist. |
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Februar 2010 Liebe Leserin, lieber Leser,
viele Menschen freuen sich auf die sogenannte fünfte Jahreszeit, um so richtig auf die Pauke zu hauen. Jeder kann durch Maske und Maskierung in eine andere Rolle hineinschlüpfen und für einen Abend ein anderes – als das gewohnte – Leben ausprobieren. Zugleich bieten die Masken Schutz. Sie erlauben nämlich Kritik zu üben oder jemanden „auf den Arm“ zu nehmen, was viele Karnevalssitzungen, vor allem im Rheinland und anderen Faschingshochburgen, unter Beweis stellen. Schon in vorchristlicher Zeit schlüpften die Menschen in Masken. Zum einen bot sich ihnen darin die Möglichkeit, vermeintlich unerkannt und damit straffrei Götter zu beschimpfen. Zum anderen dienten Masken zur Personifizierung von Jahreszeiten, Dämonen und bedrohlichen Naturphänomenen. So wurde das Winterende aus den Ortschaften getrieben. Der Lärm, der mit Schellen und Trommeln dieses Spiel begleitete, sollte die Frühlingsgeister wecken. Der Fasching steht aber mit der Fastenzeit in engem Zusammenhang. Denn der „Zeit des Geistes“ wurde die „Zeit des Fleisches“ vorausgestellt, in der gespielt wurde, wie man lebt: als Gottesleugner ein Narr, als Gottesfeind in der Rolle des Teufels, der Welt zugewandt und verloren in der Sinneslust. So war der Fasching ein Spiel, das Gespielte keine Realität, sondern Abschreckung, die den Menschen wieder auf den richtigen Weg führen sollte. Heute hat man eher den Eindruck, dass immer „Party“ angesagt ist und sich viele Menschen das ganze Jahr über in unterschiedlichen Rollen befinden. Dabei verlieren sie sich selbst, weil sie gar nicht mehr wissen, wer sie wirklich sind. Die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, möchte durch Verzicht, die Feier der Gottesdienste und dem Empfang des Bußsakramentes helfen, uns auf die Auferstehung des Herrn vorzubereiten. „Nüchtern und wahrhaftig“ auf sich selbst zu blicken und sich neu auf Gottes Wege einzulassen, im Vertrauen darauf, dass man weder vor Gott noch vor seinen Mitmenschen eine Rolle spielen muss. Unsere Angebote, wie z.B. Exerzitien im Alltag, Bußgottesdienste und Beichtgelegenheiten, Kreuzwegandachten oder die „kleinen Schritte zum anderen Leben“ mögen Ihnen auf dem Weg zu Ostern eine Hilfe sein! Doch zunächst wünsche ich allen eine fröhliche Faschingszeit! Ihr Pfarrer Frank Deuring Januar 2010Weihnachten ist für viele Menschen Anlass, Verwandte und Freunde zu besuchen und die gute alte Zeit wieder lebendig werden zu lassen. Viele Menschen verbinden dieses Fest mit einem Kirchgang, auch wenn sie während des Jahres keine große Sehnsucht danach verspüren. Das gehört einfach dazu – so sagen sie. Genau das ist Weihnachten! Alle, die Hirten, die Fremden und Entfremdeten machten sich auf den Weg zur Krippe, um mit dem Messias, dem Gottes- und Menschensohn Begegnung zu haben. Im Hebräerbrief heißt es: Gott schenkt uns in Jesus „den Abglanz seiner Herrlichkeit, ein Abbild seines Wesens“ (Hebr 1,3). So sind die, die zu IHM an die Krippe kommen Beschenkte und werden von dieser Botschaft berührt und erleuchtet – sie dürfen Gott schauen.. Ob die Weisen aus dem Morgenland oder die Hirten – alle gingen von der Krippe wieder weg und erzählten den anderen, was sich dort ereignet hat. Auch das vollziehen wir, wenn unsere Sternsinger von Haus zu Haus gehen und den Menschen den Segen Gottes bringen. Dies möchten wir aber auch mit dem Licht von Bethlehem tun, in dem alle Gemeindemitglieder aufgerufen sind, einige Teelichter mit nach Hause zu nehmen und dieses Licht aus Bethlehem mit einem Segenswunsch Nachbarn zu bringen, die nicht den Weg in die Kirche gefunden haben. Damit machen wir auf dieses besondere Weichnachtsereignis aufmerksam, bringen Licht in so manche Einsamkeit oder machen neugierig auf das, was uns in der Begegnung mit dem Menschensohn angesprochen hat und bewegt. Ihr Pfarrer Frank Deuring Wenn ein Licht in der Dunkelheit Menschen zusammen führt, jeder die Einsamkeit nicht mehr so drückend spürt, wenn du nach langer Zeit wieder an Freunde denkst, denen in Freud und Leid du deine Nähe schenkst, wenn sie weit weg von dir und doch nicht ferne sind, dann sind wie Sterne wir, freut sich in uns das Kind. Johannes Bernhard Uphus aus: Magnificat. Das Stundenbuch, Dezember 2005 Butzon&Becker, Kevelaer Dezember 2009Liebe Leserin, lieber Leser, in letzter Zeit musste ich öfter einkaufen gehen und mich im Anstehen, das heißt, Warten üben. Ob an der roten Ampel, in der Autoschlange oder eben an der Kasse – ich erlebe mich da immer sehr ungeduldig und hoffe, dass es bald wieder weitergeht, weil mir das Warten als vergeudete Zeit erscheint. Die Adventszeit ist auch eine „Wartezeit“ auf das Kommen Jesu, des Gottessohnes. Wie ist es um diese Zeit bestellt? Ich erlebe viele Menschen, die das Warten auf Weihnachten nicht aushalten. Die Adventsfeiern gleichen geradezu Weihnachtsfeiern, aus den Lautsprechern der Christkindelsmärkte und mancher Kaufhäuser erklingen Weihnachtslieder und die Christbäume (zumindest in den Gärten oder auf den Balkonen) sind schon hell erleuchtet. Anscheinend sind wir in dieser schnelllebigen und hektischen Zeitepoche des Wartens müde geworden, weil wir ja auch alles gleich und sofort haben können. Die Email, die in sekundenschnelle den Empfänger erreicht, der Telefonanruf über tausende von Kilometern entfernt oder das Päckchen „heute bestellt, morgen geliefert“ verwöhnen uns ja geradezu, dass wir alles gleich und sofort haben können. Doch Gott kommt nicht einfach auf Knopfdruck. Er ist nicht in einer Email vermittelbar und in einem 24-Stunden-Päckchen lässt er sich auch nicht verschicken! Damit Gott im Leben der Menschen ankommen kann, bedarf es einer entsprechenden Ruhe, eines Innehaltens und sich Öffnens. Das erfordert Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Das verlangt auch eine innere Bereitschaft, für das Kommen Gottes wachsam zu sein – ein Warten also. Vielleicht kann gerade in der Adventszeit das Anstehen an der Kasse oder in der Autoschlange ein gute Möglichkeit sein, das Warten wieder zu erlernen, sich in Geduld zu üben und wachsam zu werden für die Augenblicke, in denen sich Gott uns Menschen schenkt. Gott wurde Mensch in seinem Sohn Jesus Christus. Als Kind kam er auf die Welt. Unscheinbar, zart und unauffällig. Die Menschen damals hatten wichtigeres zu tun. Sie waren mit sich beschäftigt. Und wir? Ich wünsche uns allen ein gutes Warten – auf den der kommen, ankommen will, in uns! Ihr Pfarrer Frank Deuring Neue Gottesdienstzeiten am Samstag/Sonntag:
| St. Mang |
Samstag |
Rosenkranz |
17.00 Uhr |
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Vorabendmesse |
18.00 Uhr |
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Sonntag |
Hl. Messe |
10.30 Uhr |
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| Franziskanerkirche |
Sonntag |
Hl. Messe |
08.00 Uhr |
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Hl. Messe |
10.00 Uhr |
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Hl. Messe Krankenhauskapelle |
18.00 Uhr |
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| Zu den Acht Seligkeiten |
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Sonntag |
Hl. Messe |
10.30 Uhr |
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Rosenkranz |
18.30 Uhr |
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Hl. Messe |
19.00 Uhr |
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| Hopfen a. See |
Sonntag |
Hl. Messe |
09.00 Uhr |
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| Weißensee |
Sonntag |
Hl. Messe |
09.00 Uhr |
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