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Jahr des gottgeweihten Lebens: Feierlicher Abschluss im Augsburger Dom
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Kirchliches Leben

Jahr des gottgeweihten Lebens: Feierlicher Abschluss im Augsburger Dom

Zu Beginn des gestrigen Nachmittags beteten die Ordensleute gemeinsam im Augsburger Dom die Vesper. (Foto: pba/Annette Zoepf)
Zu Beginn des gestrigen Nachmittags beteten die Ordensleute gemeinsam im Augsburger Dom die Vesper. (Foto: pba/Annette Zoepf)
03.02.2016

Augsburg (pba). Rund 100 Ordensleute aus dem Bistum sind gestern in Augsburg zusammengekommen, um gemeinsam den Abschluss des Jahres des gottgeweihten Lebens zu begehen. Es war von Papst Franziskus ausgerufen und am 30. November 2014, dem 1. Advent, eröffnet worden. Während des feierlichen abendlichen Pontifikalamtes zum Fest der Darstellung des Herrn sagte Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Augsburger Dom, er freue sich, so viele Schwestern und Brüder aus den Ordensgemeinschaften begrüßen zu dürfen. Begonnen hatte der Nachmittag im Rahmen einer Vesper mit Ordensreferent Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, bevor die Ordensleute zu einer Begegnung im Kolpinghaus zusammenkamen.

„Wenn wir heute das Jahr des gottgeweihten Lebens feierlich beschließen, denken wir an die vielen Schwestern und Brüder in unserem Bistum und weltweit“, richtete sich Bischof Konrad an die Gläubigen im Hohen Dom. „Sie stehen zeichenhaft dafür, was Gott mit einem Menschen macht, der sich ihm ganz überlässt.“ Bischof Konrad sagte weiter, er denke in besonderer Weise auch an die Ordensleute, die alt und gebrechlich geworden seien. Sie seien ein Beispiel dafür, wie die Zeit eines Neubeginns in Glauben, Hoffnung und Liebe trotz aller Zerbrechlichkeit im Rahmen des Möglichen gestaltet werden könne.

In der nachmittäglichen Vesper mit den Ordensleuten hatte zuvor Pfarrer Dr. Lindl während der Homilie einen Bogen vom Jahr gottgeweihten Lebens hin zum Jahr der Barmherzigkeit gespannt. „Viele Menschen verstehen die Barmherzigkeit von ihrem Gegenteil her“, so Pfarrer Lindl, und dächten dabei eher an gnadenlos oder unbarmherzig. „Deshalb brauchen wir Barmherzigkeit: Damit unsere Welt nicht gnadenlos und unbarmherzig ist“, betonte er. Barmherzigkeit müsse sich in unseren Herzen abspielen. Sie habe damit zu tun, mit unseren Grenzen, Schwächen und Fehlern gut umgehen zu können. Jesus habe sein Handeln Menschen in ihrer Schwachheit gewidmet. Deshalb sei das Jahr der Barmherzigkeit eine Einladung, unsere eigene Schwachheit anzunehmen und Gott auch für unsere Schwächen zu danken.