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Haus der Hoffnung – Hilfe für besonders schutzbedürftige Flüchtlingsfrauen
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SOLWODI

Haus der Hoffnung – Hilfe für besonders schutzbedürftige Flüchtlingsfrauen

21.01.2016

„Haus der Hoffnung“ nannten die geflüchteten Frauen selbst ganz spontan die Wohnung im Augsburger Stadtteil Oberhausen, in die sie Ende 2015 mit ihren Kindern einziehen konnten. Möglich macht das eine Kooperation zwischen der Diözese Augsburg, der Tür an Tür – miteinander wohnen und leben gGmbH und SOLWODI Augsburg. „Wir suchten schon lange eine Unterbringungsmöglichkeit für Frauen, die aufgrund besonderer persönlicher Umstände nicht in einer Gemeinschaftsunterkunft mit Männern oder in einer dezentralen Unterkunft leben können. Zwei Ehrenamtliche haben den Kontakt zu Pfarrer Karl Mair hergestellt, der uns kurzfristig eine große Wohnung für vier bis fünf Frauen mit ihren Kindern zu Verfügung gestellt hat. Für diese Chance sind wir sehr dankbar“, sagt Soni Unterreithmeier, Leiterin der SOLWODI-Beratungsstelle Augsburg.

Die Diözese unterstützt das Projekt durch eine günstige Miete und monatliche Zuwendungen zur Finanzierung einiger Betreuungsstunden. SOLWODI ermöglicht aus eigener Kraft weiteren hauptamtlichen Personaleinsatz und wird unterstützt durch engagierte Ehrenamtliche. Die Tür an Tür gGmbH, miteinander wohnen und leben, vertreten durch Geschäftsführerin Christine Kamm, tritt als Mieterin des Objekts auf, vermietet die Zimmer an die Frauen in der Wohngemeinschaft unter und übernimmt die Abrechnung.

SOLWODI will mit diesem Angebot motivierten Frauen im Asylverfahren und anerkannten Flüchtlingsfrauen, die seelisch noch nicht stabil genug sind, um allein für sich und ihre Kinder zu sorgen, und/oder auf dem freien Wohnungsmarkt noch nicht vermittelbar sind, den Start in ein selbständiges Leben in Deutschland ermöglichen. Dazu sind vielfältige Hilfen nötig. Die Mitarbeiterinnen arbeiten mit den Frauen intensiv an deren Stabilisierung, unterstützen sie bei Zukunftsentwurf und Selbstmanagement, vermitteln therapeutische Hilfen und Deutschunterricht, leiten sie in lebenspraktischen Dingen an, helfen bei der Suche nach Ausbildung, Arbeit und Wohnung und trainieren zuvor Mieterverhalten wie Mülltrennung, richtiges Lüften, Einhalten der Hausordnung etc.

Ausgestattet wurde das Wohnprojekt mit Hilfe von Sachspenden des Sozialkaufhauses contact in Augsburg e.V. und Privatpersonen. Es fehlen noch ein großer Kühlschrank, Spielgeräte, ein paar Möbel und ein großer Wäscheständer für den Garten sowie kleinere Haushaltsgegenstände. SOLWODI freut sich deshalb über Spenden: IBAN DE52 7509 0300 0000 2141 40 bei der Liga Bank Augsburg, BIC GENODEF1M05, Stichwort "Flüchtlingsfrauen-WG".

Quelle: SOLWODI